Bruno Ducoudré, Mathieu Plane, Raul Sampognaro und Xavier Timbeau

Frankreichs Recovery-Strategie

Auf dem Weg in eine klimaneutrale und digitale Zukunft?

 

In Reaktion auf die Covid-Krise und die daraus resultierende Wirtschaftskrise hat die französische Regierung ein Wiederaufbauprogramm und einen Notfallplan aufgelegt, die den von den Wirtschaftsakteuren durch die Krise erlebten Einkommenseinbruch auffangen sollen, auch wenn dies zu einem Anstieg des Haushaltsdefizits führen wird. In dieser Hinsicht hat die französische Regierung die Lehren aus den Krisen 2008 und 2011/12 gezogen. Dennoch gehen diese Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaftsakteure, die in der ersten Phase der Krise am stärksten betroffenen sind, und auf eine schnelle wirtschaftliche Erholung zielen, nicht weit genug. Auf der anderen Seite wurde das französische Konjunkturprogramm als zukunftsorientiert und langfristig ausgerichtet präsentiert. Ein Teil der zugesagten Beträge ist in der Tat dazu bestimmt, Investitionen zu unterstützen, die die Struktur der französischen Wirtschaft mittel- oder langfristig modernisieren könnten. So nutzt die französische Regierung die Lockerung der fiskalischen Kriterien, um eine signifikante Senkung der Produktionssteuern zu finanzieren und ihre Politik der ökologischen Transformation in breitem Umfang voran zu treiben. Die Mittel für die ökologische Transformation und die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit machen so fast 40 Prozent der im Wiederaufbauprogramm zugesagten Beträge aus. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es jedoch schwierig zu beurteilen, ob diese Mittel zur Finanzierung bereits beschlossener Maßnahmen verwendet werden oder ob sie tatsächlich zu einer Beschleunigung der ökologischen Transformation beitragen. 

 

 

Frankreichs Recovery-Strategie

Auf dem Weg in eine klimaneutrale und digitale Zukunft?
Paris, 2020

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