Chloé Morin, Daniel Perron

Für einen neuen Blick auf das Älterwerden

Überlegungen im Nachgang der Covid-Krise in Frankreich. Von Chloé Morin und Daniel Perron

Foto: Victoria Kure-Wu/Unsplash

Zu den Opfern der Covid-Epidemie gehören vor allem ältere Menschen. In Frankreich entfällt etwa ein Drittel der bisher gezählten gut 30.000 Todesopfer auf Menschen, die in Alten- und Pflegeheimen untergebracht waren. Dieses massenhafte Sterben älterer Menschen und die zu ihrem Schutz zeitweise verordnete Kontaktsperre haben in unserem Nachbarland ein Nachdenken über unseren Umgang mit dem Älterwerden ausgelöst. Hinterfragt wird die Grenzziehung zwischen einer „aktiven“, „gesunden“ Gesellschaft und den „passiven“, „gebrechlichen“ Alten, die – vermeintlich -den an uns alle gestellten Anforderungen an Schnelligkeit und permanenter Anpassungsfähigkeit nicht mehr gerecht werden. Es ist diese Sichtweise, die es uns erlaubt, ältere Menschen ohne schlechtes Gewissen in Pflegeheime und die Fürsorge speziellen Personals zu geben und so aus unserem Blickfeld zu verbannen.

Chloé Morin und Daniel Perron zeichnen die Konsequenzen dieser von Wirtschafts- und Effizienzkriterien geprägten Sicht auf das Älterwerden nach und plädieren demgegenüber für die Entwicklung einer menschlicheren Sicht der Fürsorge.

Morin, Chloé; Perron, Daniel

Für einen neuen Blick auf das Älterwerden

Überlegungen im Nachgang der Covid-Krise in Frankreich
Paris, 2020

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